CompTIA SecOT+

Steuerungen, Sensoren und Gebäudetechnik lassen sich nicht wie Büro-IT absichern: Ein unbedachter Patch oder Netzwerkscan kann eine Anlage stoppen, und Sicherheit für Menschen geht vor. CompTIA SecOT+ ist die erste CompTIA-Zertifizierung, die sich ganz auf die Sicherheit von Betriebstechnik (OT) und industriellen Steuerungssystemen konzentriert.

  • Dauer: 5 Tage
  • Niveau: Fortgeschrittener
  • Sprache: Deutsch
  • Preis: 2.490 € zzgl. MwSt.
  • Bescheinigung und digitales Badge

Auf einen Blick

Kurs
Seminar, 5 Tage, Niveau Fortgeschrittener, Sprache Deutsch.
Preis
2.490 € netto pro Person (2.963,10 € inkl. 19 % MwSt.). Als Firmenseminar 1.695 € netto pro Tag.
Termine
6 Termine bis Januar 2027, online im Virtual Classroom und vor Ort in 23 Städten, u. a. Berlin, Bremen, Darmstadt und Dresden. Nächster Termin: 07.–11.12.2026.
Zertifizierung
Vorbereitung auf die Prüfung SOT-001 und die Zertifizierung CompTIA SecOT+. Prüfungsgebühr nicht im Preis enthalten, Voucher über uns erhältlich.
Nachweis
Teilnahmebescheinigung und digitales Badge für jede Teilnahme.

Worum es geht

In fünf Tagen arbeiten Sie die sechs Prüfungsbereiche durch: OT-Grundlagen und Safety, Risikomanagement nach NIST und IEC 62443, Threat Intelligence mit MITRE ATT&CK for ICS, sichere Architekturen mit Zonen und Conduits, OT-Betrieb mit Asset- und Schwachstellenmanagement sowie die Reaktion auf Vorfälle. Reale Angriffe wie Stuxnet oder Industroyer dienen als Fallstudien.

Für Krankenhäuser und Klinikverbünde ist das Thema eng mit NIS2 und KRITIS verbunden: Gebäudeleittechnik, Energieversorgung und vernetzte Medizintechnik gehören zu den Systemen, die im Ernstfall weiterlaufen müssen. Der Kurs ordnet die Inhalte in NIS2, KRITIS und IEC 62443 ein.

Ziel des Seminars

+++ Neue CompTIA-Zertifizierung – Prüfungsstart im Dezember 2026 +++

In dieser 5-tägigen Schulung ""CompTIA SecOT+""bereiten Sie sich gezielt auf die herstellerneutrale Zertifizierung CompTIA SecOT+ (Prüfung SOT-001) vor. Sie ist die erste CompTIA-Zertifizierung, die ausschließlich für die Absicherung von Operational Technology (OT) und industriellen Steuerungssystemen (ICS) entwickelt wurde.

Warum SecOT+? In Produktion, Energie- und Wasserversorgung oder Gebäudetechnik greifen klassische IT-Sicherheitskonzepte zu kurz. Hier stehen Safety, also der Schutz von Menschen, Umwelt und Anlagen, sowie die Verfügbarkeit an erster Stelle. Ein unbedachter Patch oder ein Netzwerkscan kann eine Anlage stoppen. SecOT+ verbindet deshalb Cybersecurity mit dem, was OT ausmacht: Arbeitssicherheit (Lockout/Tagout, Job Safety Analysis), Regelungstechnik, industrielle Protokolle und langlebige, oft nicht patchbare Systeme wie SPS, SCADA und DCS.

Die Schulung folgt den sechs offiziellen Prüfungsdomänen: von OT-Grundlagen und Risikomanagement über OT-spezifische Threat Intelligence (MITRE ATT&CK for ICS, ICS Cyber Kill Chain) und sichere Architekturen mit Zonen & Conduits bis zu Security Operations und Incident Management nach PICERL und ICS4ICS. Dabei analysieren Sie reale Angriffe wie Stuxnet, Industroyer, TRISIS und FrostyGoop sowie Vorfälle mit indirekter OT-Wirkung wie Colonial Pipeline oder NotPetya bei Maersk.

Mehrwert für den DACH-Raum: Über die Prüfungsinhalte hinaus ordnen wir die Themen in IEC 62443, NIS2 und KRITIS ein. So setzen Sie das Gelernte direkt in regulierten Umgebungen um.

Nach der Schulung sind Sie in der Lage:

  • Safety-Anforderungen, Regelungslogik und industrielle Protokolle in Ihre Sicherheitsentscheidungen einzubeziehen
  • OT-Risiken zu bewerten, ein OT-Cybersecurity-Programm zu steuern und Änderungen sicher zu managen
  • OT-Bedrohungen mit Threat-Intelligence-Frameworks, IoCs und TTPs zu analysieren
  • sichere OT-Architekturen mit Segmentierung, Härtung, Zugriffskontrolle und sicherer Fernwartung zu planen
  • Asset-, Schwachstellen- und Monitoring-Prozesse unter OT-Randbedingungen zu betreiben
  • auf Cyber- und cyber-physische Vorfälle angemessen zu reagieren, vom Containment bis zum Wiederanlauf
  • die Zertifizierungsprüfung CompTIA SecOT+ (SOT-001) erfolgreich abzulegen

Für wen

  • Automatisierungs- und Steuerungsingenieure (Control Engineers) mit Praxis in SPS-, SCADA- oder DCS-Umgebungen
  • OT-Cybersecurity-Engineers und OT-Sicherheitsbeauftragte
  • IT-Security-Fachkräfte, die bereits in OT-Umgebungen Sicherheitslösungen umsetzen
  • Sicherheitsarchitekten, die die IT/OT-Konvergenz verantworten
  • SOC-Analysten und Incident Responder mit OT-Zuständigkeit
  • Fachkräfte im Betrieb kritischer Infrastrukturen (Energie, Wasser, Fertigung, Chemie, Pharma, Transport)

Inhalte

Die Agenda folgt den offiziellen CompTIA SecOT+ Exam Objectives (SOT-001 V1). Die Prozentwerte geben die Gewichtung in der Prüfung an.

1. OT-Systeme und Safety-Grundlagen (14 %)
  • Safety im Arbeitsumfeld: Gefährdungsarten, Lockout/Tagout, Job Safety Analysis (JSA), persönliche Schutzausrüstung, Safety-Briefings
  • Besonderheiten von OT: IT/OT-Konvergenz, Rollen von IT und OT, kritische Infrastruktursektoren
  • Komponenten: Sensoren, Aktoren, SPS/PLC, HMI, RTU, IED, Frequenzumrichter, Historian, Engineering- und Operator-Workstations
  • Systeme: SCADA, DCS, Safety Instrumented Systems (SIS), MES
  • Regelungstechnik: Ladder Logic, Funktionsbausteine, Structured Text, Prozessvariablen, Sollwerte, I/Os, Watchdogs, Timer, Tags
  • Industrielle Kommunikation: seriell (Modbus RTU, Profibus, DNP3), Ethernet-basiert (Modbus TCP, EtherNet/IP, EtherCAT, Profinet, OPC DA/UA, BACnet/KNX) und drahtlos
  • Infrastruktur: Legacy- und Embedded-Systeme, RTOS, Virtualisierung und virtuelle PLCs, SDN, Cloud und Edge, KI in OT
2. OT-Risikomanagement (17 %)
  • Governance, Risk & Compliance: Risikoappetit, Security vs. Betrieb, Business Continuity, Disaster Recovery, regulatorische Treiber
  • Cybersecurity-Programm-Management: Risk Registry, Maturity Assessments, Roadmaps, RACI, Stakeholder-Management, MSAs, SLAs, SOW, Kennzahlen, Awareness, Dokumentation
  • Risikobewertung: NIST- und ISA/IEC-62443-Frameworks, Scoping, Angriffsfläche, szenariobasierte Methoden, Supply-Chain- und Drittanbieterrisiken, Penetrationstests und Adversary Emulation
  • Risikobehandlung, Restrisiko, Audits, Reporting und Eskalation
  • Change Management in OT: Bewertung, Test, Rollback, Kommunikation und Freigabe
  • Praxisbezug DACH: Einordnung von NIS2 und KRITIS
3. OT Threat Intelligence (14 %)
  • Grundlagen und Intelligence-Typen (u. a. OSINT)
  • Frameworks: Diamond Model, Intelligence Life Cycle, MITRE ATT&CK for ICS, ICS Cyber Kill Chain
  • Reale OT-Vorfälle mit direkter Wirkung: Stuxnet, BlackEnergy, Industroyer, TRISIS, FrostyGoop
  • Vorfälle mit indirekter Wirkung: Colonial Pipeline, SolarWinds, Maersk, AcidRain, CrowdStrike 2024
  • Bedrohungsakteure und Angriffsvektoren: Insider, APTs, Fernzugriffe, Wechselmedien, Supply Chain, Pivot von IT nach OT
  • Threat-Intelligence-Quellen (ISACs, Behörden, Hersteller), IoCs, TTPs, YARA und STIX
4. OT-Sicherheitsarchitektur, Design und Engineering (18 %)
  • Architekturprinzipien: Least Privilege, Resilienz, Kompartimentierung, Determinismus, Defense in Depth
  • Physische Sicherheit: Zutrittskontrolle, Schrank- und Verteilerschutz, Überwachung
  • Hardware-Security: Port-Blocker, PLC-Betriebsmodi, Firmware-Updates, Backup-Strategien, Secure Boot, TPM, Tamper Protection
  • Host- und Anwendungssicherheit: EDR/EPP, Patching unter OT-Bedingungen, Code Signing, OS-Benchmarks, Debug-Schnittstellen
  • Netzwerksicherheit: Segmentierung, Zonen & Conduits, Industrial DMZ, Datendioden, OT-fähige IDS/IPS, Netzwerkzugangskontrolle, Monitoring und Baselining
  • Identitäten und Zugriffe: Konten, Default-Passwörter, PKI, RADIUS/TACACS+, MFA, PAM, sichere Fernwartung über Jump-Server
5. OT Security Operations (22 %)
  • Asset Management: passive, aktive und manuelle Erkennung, Asset- und Software-Inventar, CMDB
  • Datenanalyse: Prozess- und Change-Logs, Function Codes, Netzwerk- und Host-Daten, Threat Hunting, Tuning von SIEM, SOAR, IDS und Firewalls
  • Schwachstellenbehebung: Patch vs. kompensierende Maßnahmen, Wartungsfenster, Test, Rollback
  • Schwachstellenmanagement: SBOM, Herstellerhinweise, NVD, Priorisierung nach Ausnutzbarkeit und Auswirkung
  • Portable Geräte und Wechselmedien: Scan-Kioske, Fremd-Laptops, Kalibriergeräte, temporäre und dauerhafte externe Verbindungen
6. OT Incident Management (15 %)
  • Frameworks: PICERL-Modell und Incident Command System for ICS (ICS4ICS)
  • Zusammenspiel von Cyber- und physischer Reaktion: Not-Abschaltung, Krisenmanagement, Koordination von IT und OT, Mutual Aid
  • Vorbereitung: Incident-Response-Plan, Playbooks, Tabletop- und Purple-Team-Übungen
  • Incident Handling: Flyaway Kit, Entscheidungsmatrizen (Abschaltung, Lösegeld), Triage, Chain of Custody, Root Cause Analysis
  • Analyse von Historian-, Netzwerk- und Host-Daten
  • Containment, Eradication und Wiederanlauf, Lessons Learned, Meldepflichten

Voraussetzungen

CompTIA empfiehlt für die Zertifizierung:

  • mindestens 3 Jahre praktische Erfahrung in OT-Umgebungen und
  • mindestens 2 Jahre Erfahrung in der Umsetzung von Cybersecurity-Lösungen in OT-Umgebungen

Zusätzlich sind solide Kenntnisse in Netzwerken und IT-Sicherheit erforderlich, etwa auf dem Niveau von:

Ohne OT-Praxiserfahrung empfehlen wir vorab:

Die Prüfung findet in englischer Sprache statt. Englischkenntnisse zum Verständnis von Fachbegriffen und Prüfungsfragen werden vorausgesetzt.

Methode

Die Schulung bietet Ihnen eine ausgewogene Mischung aus Theorie und Praxis. Fallstudien zu dokumentierten OT-Sicherheitsvorfällen sowie praxisnahe Szenarien und Übungen veranschaulichen die Inhalte. Sie tauschen sich direkt mit projekterfahrenen Trainerinnen und Trainern und den anderen Teilnehmenden aus.

Zertifizierung

CompTIA · Cybersecurity

CompTIA SecOT+

  1. Empfohlen vorher
  2. Dieses SeminarCompTIA SecOT+Vorbereitung auf die Prüfung
  3. PrüfungPrüfung SOT-001Die Prüfungen nimmt Pearson VUE ab – online unter Aufsicht oder in einem Testcenter. Formale Voraussetzungen gibt es nicht, CompTIA empfiehlt aber Vorkenntnisse und Berufserfahrung.Die Prüfungsgebühr ist nicht im Seminarpreis enthalten. Den Prüfungsvoucher können Sie über uns bestellen.
  4. ErgebnisCompTIA SecOT+Die meisten CompTIA-Zertifizierungen gelten drei Jahre und lassen sich über Weiterbildung (Continuing Education) verlängern. Tech+ und Project+ gelten unbefristet.
  5. Danach
Zertifizierungspfade von CompTIA

Details zur Prüfung

Die Schulung bereitet auf die Prüfung CompTIA SecOT+ (SOT-001 V1) vor.

  • Prüfungssprache: Englisch
  • Fragetypen: Multiple Choice und performance-based Aufgaben
  • Gültigkeit der Prüfungsversion: voraussichtlich 3 Jahre

Die Prüfungsgebühr ist nicht im Seminarpreis enthalten.

Lernpfad Medizintechnik und Betriebstechnik absichern

  1. Davor
  2. Dieses SeminarCompTIA SecOT+
  3. Danach

Ihre Vorteile

  • Trainer mit Projekterfahrung: Sie lernen bei Expertinnen und Experten, die nicht nur schulen, sondern selbst Projekte umsetzen – etwa Sicherheits- und NIS2-Projekte. So erfahren Sie, worauf es in der Praxis ankommt.
  • Seminarunterlage
  • Schulungsumgebung (LAB)
  • Teilnahmebescheinigung und digitales Badge

Häufige Fragen zu CompTIA SecOT+

Was hat OT-Security mit Krankenhäusern zu tun?

Krankenhäuser betreiben neben der klassischen IT viel Betriebstechnik: Gebäudeleittechnik, Klima und Lüftung, Stromversorgung, Aufzüge und vernetzte Medizintechnik. Diese Systeme laufen oft jahrelang ohne Updates und lassen sich nicht wie Büro-PCs absichern. SecOT+ vermittelt, wie man solche Umgebungen segmentiert, überwacht und bei Vorfällen sicher reagiert.

Für wen eignet sich CompTIA SecOT+?

Für IT-Sicherheitsfachkräfte, die bereits in OT-Umgebungen arbeiten, für OT- und Automatisierungsfachleute, Sicherheitsarchitekten mit Verantwortung für die Verbindung von IT und OT sowie für SOC-Analysten und Incident Responder. Im Gesundheitswesen passt der Kurs zu Teams aus IT-Sicherheit, Medizintechnik und Haustechnik.

Welche Vorkenntnisse brauche ich für CompTIA SecOT+?

CompTIA empfiehlt mindestens drei Jahre Praxis in OT-Umgebungen, davon zwei mit Sicherheitslösungen, sowie solides Wissen zu Netzwerken und IT-Sicherheit etwa auf dem Niveau von CompTIA Network+ und Security+. Die Prüfung findet auf Englisch statt.

Ab wann kann ich die Prüfung SecOT+ ablegen?

SecOT+ ist eine neue CompTIA-Zertifizierung. Die Prüfung SOT-001 startet laut Kursbeschreibung im Dezember 2026. Die Prüfungsgebühr ist nicht im Seminarpreis enthalten.

Was kostet das Seminar CompTIA SecOT+?

Die Teilnahme kostet 2.490 € netto pro Person, das sind 2.963,10 € inklusive 19 % Mehrwertsteuer. Im Preis enthalten: Seminarunterlage und Schulungsumgebung (LAB). Als Firmenseminar exklusiv für Ihr Team berechnen wir 1.695 € netto pro Schulungstag.

Wann und wo findet CompTIA SecOT+ statt?

Das Seminar dauert 5 Tage. Bis Januar 2027 gibt es 6 Termine, online im Virtual Classroom und vor Ort in 23 Städten, u. a. Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Düsseldorf und Essen. Der nächste Termin ist am 07.–11.12.2026.

Auf welche Zertifizierung bereitet CompTIA SecOT+ vor?

CompTIA SecOT+ bereitet auf die Prüfung SOT-001 und die Zertifizierung „CompTIA SecOT+“ von CompTIA vor. Die Prüfungsgebühr ist nicht im Seminarpreis enthalten; den Prüfungsvoucher können Sie über uns erwerben. Die Prüfungen nimmt Pearson VUE ab – online unter Aufsicht oder in einem Testcenter. Formale Voraussetzungen gibt es nicht, CompTIA empfiehlt aber Vorkenntnisse und Berufserfahrung.

Erhalte ich nach CompTIA SecOT+ einen Nachweis?

Ja. Jede Teilnahme erhält eine Teilnahmebescheinigung und ein digitales Badge. Die Herstellerzertifizierung erhalten Sie zusätzlich mit bestandener Prüfung SOT-001.

Kann ich CompTIA SecOT+ als Firmenseminar für mein Team buchen?

Ja. Als Firmenseminar findet CompTIA SecOT+ exklusiv für Ihr Team statt – bei Ihnen vor Ort oder online, zu einem Termin Ihrer Wahl. Der Tagessatz beträgt 1.695 € netto.

Termine & Orte

Offener Kurs · 2.490 € pro Person zzgl. MwSt. Klicken Sie auf einen Ort, um genau diesen Termin anzufragen.

Termine und Orte werden täglich aus dem Seminarkatalog aktualisiert, zuletzt am 3.11.2026.

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