KI-Schulungen für Medizintechnik und Medizinprodukte-Hersteller

Welche KI-Kompetenz Qualitätsmanagement, Regulatory Affairs, Clinical Affairs, Entwicklung und Vertrieb bei Medizinprodukte-Herstellern brauchen, wie sich KI-Verordnung und MDR/IVDR überschneiden und wie Sie Schulungen planen und nachweisen.

Foto: Katharina DeinhardBeraterin, Trainerin und Autorin

Veröffentlicht am 9 Min. Lesezeit

Kurze Antwort

KI-Schulungen für die Medizintechnik müssen zwei Ebenen abdecken: die allgemeine KI-Kompetenz aller Beschäftigten, die KI nutzen oder entwickeln (Art. 4 KI-Verordnung), und das Fachwissen der Teams, die KI-basierte Medizinprodukte nach MDR, IVDR und künftig auch nach den Hochrisiko-Anforderungen der KI-Verordnung entwickeln, bewerten und überwachen. Sinnvoll sind deshalb Lernpfade je Rolle statt einer einzigen Pflichtschulung für alle. Schulungen sollten dokumentiert werden, damit das Unternehmen seine Maßnahmen belegen kann.

Stand: November 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Art. 4 KI-Verordnung gilt seit dem 2. Februar 2025. Der KI-Omnibus (Verordnung (EU) 2026/1744) hat ihn neu gefasst: Unternehmen müssen Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz ergreifen, ein bestimmtes Niveau einzelner Personen wird nicht verlangt.
  • KI in Medizinprodukten, die eine Benannte Stelle prüfen muss, ist in der Regel Hochrisiko-KI nach Art. 6 Abs. 1. Die Anforderungen dafür gelten nach dem Omnibus ab dem 2. August 2028.
  • MDR und IVDR bleiben maßgeblich; die KI-Anforderungen sollen in bestehendes Qualitätsmanagement und technische Dokumentation integriert werden.
  • Qualitätsmanagement, Regulatory Affairs, Clinical Affairs, Entwicklung und Vertrieb brauchen unterschiedliche Inhalte und Tiefe.
  • Es gibt kein Pflichtzertifikat; die Bundesnetzagentur empfiehlt eine Dokumentation der Maßnahmen.
  • DigitalHealthExperts schult, entwickelt aber keine Medizinprodukte.

Was verlangt Art. 4 KI-Verordnung von Herstellern?

Kurze Antwort

Anbieter und Betreiber von KI-Systemen müssen Maßnahmen ergreifen, um die Entwicklung der KI-Kompetenz ihres Personals und weiterer Personen, die in ihrem Auftrag mit KI arbeiten, zu unterstützen. Ein Medizinprodukte-Hersteller ist häufig beides: Anbieter, wenn er KI in Produkte einbaut, und Betreiber, wenn er KI-Werkzeuge intern nutzt.

Die Pflicht gilt seit dem 2. Februar 2025. Mit der Verordnung (EU) 2026/1744, dem sogenannten KI-Omnibus, ist Art. 4 neu gefasst worden; die Änderung ist im Juli 2026 in Kraft getreten. Der Kern bleibt: Unternehmen müssen aktiv werden. Neu ist die Klarstellung, dass kein bestimmtes Kompetenzniveau einzelner Personen verlangt wird. Kommission und Mitgliedstaaten sollen Unternehmen, vor allem kleine und mittlere, unterstützen.

Was „KI-Kompetenz“ bedeutet, definiert Art. 3 Nr. 56: die Fähigkeiten, Kenntnisse und das Verständnis, um KI-Systeme sachkundig einzusetzen und sich der Chancen und Risiken bewusst zu sein. Die Bundesnetzagentur nennt dafür in ihrem Hinweispapier vier Bausteine: Bedarf ermitteln, Maßnahmen nach Rolle, Kontext und Risiko gestalten, regelmäßig auffrischen und dokumentieren.

Wie ein Rollenmodell für die KI-Kompetenz im Krankenhaus aussieht, beschreibt der Artikel KI-Kompetenz nach KI-Verordnung im Krankenhaus. Für Hersteller gilt dieselbe Logik, nur mit anderen Rollen.

Wann ist KI in Medizinprodukten Hochrisiko-KI?

Kurze Antwort

Wenn das KI-System ein Sicherheitsbauteil eines Medizinprodukts oder selbst das Produkt ist und das Produkt nach MDR oder IVDR eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle braucht (Art. 6 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang I KI-Verordnung). Die Risikoklasse nach MDR oder IVDR ändert sich dadurch nicht.

Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostika gehören zu den Produkten, deren Rechtsvorschriften in Anhang I der KI-Verordnung aufgeführt sind. Die gemeinsame FAQ der Medical Device Coordination Group und des KI-Gremiums (MDCG 2025-6 / AIB 2025-1) erläutert, wie beide Regelwerke zusammenspielen. Wesentliche Punkte:

  • Doppelte Bewertung vermeiden: Die Anforderungen der KI-Verordnung werden in die Konformitätsbewertung nach MDR oder IVDR einbezogen; es gibt kein zweites, getrenntes Verfahren für dasselbe Produkt.
  • Integration ins Qualitätsmanagement: Hersteller können Prüfungen, Dokumentation und Überwachung nach der KI-Verordnung in bestehende Prozesse integrieren, etwa in Qualitätsmanagementsystem, technische Dokumentation und Überwachung nach dem Inverkehrbringen (Art. 8 Abs. 2 KI-Verordnung).
  • Unterschiedliche Begriffe: Die KI-Verordnung spricht vom „Betreiber“, MDR und IVDR vom „Anwender“. Teams sollten die Rollen sauber zuordnen.

Durch den KI-Omnibus gelten die Hochrisiko-Anforderungen für KI-Systeme nach Art. 6 Abs. 1 und Anhang I ab dem 2. August 2028. Die FAQ MDCG 2025-6 wurde im Juni 2025 veröffentlicht und nennt noch den früheren Termin; beim Lesen sollten Sie das berücksichtigen.

Anforderung der KI-Verordnung Artikel Berührungspunkt mit MDR/IVDR
Risikomanagement Art. 9 Risikomanagement des Medizinprodukts
Daten und Daten-Governance Art. 10 klinische Bewertung bzw. Leistungsbewertung, Datenqualität
Technische Dokumentation Art. 11 technische Dokumentation des Produkts
Transparenz, Gebrauchsanweisung Art. 13 Kennzeichnung und Gebrauchsanweisung
Menschliche Aufsicht Art. 14 Gebrauchstauglichkeit, Anwenderschulung
Genauigkeit, Robustheit, Cybersicherheit Art. 15 Sicherheits- und Leistungsanforderungen
Qualitätsmanagementsystem Art. 17 QM-System des Herstellers
Beobachtung nach dem Inverkehrbringen Art. 72 Überwachung nach dem Inverkehrbringen (PMS)

Für jede dieser Zeilen braucht ein Hersteller Menschen, die beide Seiten verstehen. Daraus ergibt sich der Schulungsbedarf.

Welche Rolle braucht welche KI-Kompetenz?

Kurze Antwort

Alle Beschäftigten brauchen Grundlagen. Qualitätsmanagement, Regulatory Affairs und Clinical Affairs brauchen regulatorisches Wissen zu KI, die Entwicklung technische Tiefe, der Vertrieb ein sicheres Verständnis dessen, was ein Produkt kann und was nicht.

Rolle Typische Aufgaben mit KI Schwerpunkte der Schulung
Alle Beschäftigten Assistenzsysteme und Sprachmodelle im Alltag Funktionsweise, Grenzen, Datenschutz, interne Regeln
Geschäftsführung Strategie, Verantwortung, Ressourcen KI-Verordnung im Überblick, Rollen, Investitionen, Organisation
Qualitätsmanagement QM-System um KI-Anforderungen erweitern Art. 9, 10, 17 und 72, Prozesse, Audits
Regulatory Affairs Einstufung, technische Dokumentation, Kontakt zur Benannten Stelle Art. 6, Anhang I, Zusammenspiel mit MDR/IVDR, Fristen
Clinical Affairs Klinische Bewertung bzw. Leistungsbewertung von KI-Funktionen Datenqualität, Verzerrungen, Validierung, Leistungskennzahlen
Entwicklung Modelle trainieren, testen, betreiben Machine Learning, Daten-Governance, Robustheit, Sicherheit von KI
Vertrieb und Anwendungsberatung Produkte erklären, Kundschaft schulen Zweckbestimmung, Grenzen der KI-Funktion, menschliche Aufsicht beim Betreiber

Gerade der Vertrieb wird oft unterschätzt. Wer Kliniken oder Praxen ein KI-gestütztes Produkt vorstellt, muss die Zweckbestimmung einhalten und darf keine Leistungen versprechen, die nicht belegt sind. Betreiber wie Krankenhäuser müssen ihrerseits die menschliche Aufsicht Personen übertragen, die über die nötige Kompetenz, Ausbildung und Befugnis verfügen (Art. 26 KI-Verordnung). Gute Schulungsunterlagen des Herstellers helfen ihnen dabei.

Wie sehen sinnvolle Lernpfade aus?

Kurze Antwort

Ein Lernpfad beginnt mit Grundlagen für alle und vertieft dann je Rolle. Bewährt haben sich drei Stufen: Grundlagen, Rollenwissen und Spezialisierung.

  1. Grundlagen für alle (halber bis ein Tag): Was KI leisten kann, wo ihre Grenzen liegen, welche internen Regeln gelten, wie mit vertraulichen Daten umzugehen ist. Für die Gesundheitsbranche eignet sich ein Einstieg mit Beispielen aus Klinik und Praxis.
  2. Rollenwissen (ein bis drei Tage): Für Qualitätsmanagement und Regulatory Affairs die Verzahnung von KI-Verordnung und MDR/IVDR; für Führungskräfte Strategie und Organisation; für Entwicklung Machine Learning und Datenqualität.
  3. Spezialisierung (mehrere Tage, oft mit Zertifizierung): Sicherheit von KI-Systemen, MLOps, Datenanalyse oder herstellerspezifische Zertifizierungen.

Planen Sie Auffrischungen ein. Regulatorische Vorgaben, Leitlinien und Werkzeuge ändern sich, wie der KI-Omnibus von 2026 zeigt. Eine kurze jährliche Aktualisierung pro Rolle reicht oft aus, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

Welche Formate eignen sich?

Kurze Antwort

Für verteilte Teams eignen sich Online-Seminare mit Live-Trainer, für abteilungsübergreifende Themen Firmenschulungen mit eigenen Beispielen und für den flexiblen Einstieg Selbstlernkurse.

Format Geeignet für Vorteile Zu beachten
Offenes Seminar, online oder vor Ort einzelne Personen, Einstieg, Zertifizierung feste Termine, Austausch mit anderen Branchen keine Unternehmensinterna besprechen
Firmenschulung (Inhouse) ganze Abteilungen, QM und Regulatory gemeinsam eigene Prozesse und Beispiele, vertraulicher Rahmen Vorbereitung mit dem Trainer einplanen
Selbstlernkurs Grundlagen, flexible Arbeitszeiten Lernen im eigenen Tempo Lernfortschritt nachhalten
Kombination größere Unternehmen Grundlagen per Selbstlernkurs, Vertiefung live Lernpfad klar beschreiben

Für Hersteller ist die Firmenschulung oft der beste Weg, wenn Qualitätsmanagement, Regulatory Affairs und Entwicklung gemeinsam an der Integration der KI-Anforderungen arbeiten sollen. So entsteht ein gemeinsames Verständnis, das in Prozesse und Dokumente übertragen werden kann.

Wie weisen Sie KI-Kompetenz nach?

Kurze Antwort

Mit einer schlanken Dokumentation: Welche Maßnahme, mit welchem Inhalt und Umfang, für wen, wann. Ein Pflichtzertifikat gibt es nicht.

Die Bundesnetzagentur empfiehlt, die Maßnahmen gut zu dokumentieren, um jederzeit belegen zu können, dass die Anforderungen von Art. 4 erfüllt sind. Eine Zertifizierungspflicht für Schulungen sieht die KI-Verordnung nicht vor; Maßnahmen können intern oder extern erfolgen. Praktisch bewährt sich:

  • Kompetenzmatrix: Rollen, benötigte Inhalte und Stufen, angelehnt an die Tabelle oben.
  • Schulungsnachweise: Teilnahmebescheinigungen, bei Zertifizierungen die Prüfungsergebnisse. Bei DigitalHealthExperts erhält jede Teilnahme eine Teilnahmebescheinigung und ein digitales Badge.
  • Anbindung an das QM-System: Schulungen zu KI als Teil der Qualifikationsnachweise des Personals führen, wie es Medizinprodukte-Hersteller aus ihrem QM-System kennen.
  • Regelmäßige Überprüfung: Matrix und Inhalte mindestens jährlich prüfen, besonders nach Änderungen von Leitlinien oder Produkten.

Welche Seminare passen?

Kurze Antwort

Für den Einstieg und für Führungskräfte eignen sich kompakte Ein-Tages-Seminare, für Entwicklung und Sicherheit mehrtägige Seminare mit Zertifizierung. Alle Seminare sind auch als Firmenschulung möglich, mit Ausnahme der Selbstlernkurse.

Aufgabe Passendes Seminar Dauer
Grundlagen für Beschäftigte mit Bezug zum Gesundheitswesen KI im Gesundheitswesen – Anwendungen, Gesundheitsdaten und digitale Infrastruktur 1 Tag
KI-Strategie und Organisation für Geschäftsführung und Führungskräfte AB-731 Drive AI transformation in your organization 1 Tag
Generative KI in Vertrieb, Marketing und Verwaltung einsetzen AB-730 Transform business workflows with generative AI 1 Tag
Machine Learning verstehen und anwenden (Entwicklung, Clinical Affairs) Einführung in Data Science mit Schwerpunkt Machine Learning 3 Tage
KI-Systeme absichern und Risiken bewerten (Entwicklung, IT-Sicherheit) CompTIA SecAI+ 3 Tage
KI entlang der pharmazeutischen Wertschöpfung, etwa bei Kombinationsprodukten AI+ Pharma Selbstlernkurs

Die Seminare vermitteln KI-Kompetenz und Grundlagen. Sie ersetzen keine produktspezifische regulatorische Beratung. Weitere Angebote finden Sie unter Künstliche Intelligenz; zur Planung eines Lernpfads für Ihr Unternehmen können Sie Kontakt aufnehmen.

Was bietet DigitalHealthExperts – und was nicht?

Kurze Antwort

DigitalHealthExperts schult und berät zu KI in Organisation, Verwaltung, Daten und Sicherheit. Medizinprodukte entwickelt DigitalHealthExperts nicht, und es bietet keine KI für Diagnose oder Therapie an.

Für Hersteller heißt das: Wir unterstützen beim Aufbau von KI-Kompetenz, bei Lernpfaden und Schulungsdokumentation sowie beim Einsatz von KI in internen Abläufen. Die Entwicklung, klinische Bewertung und Konformitätsbewertung Ihrer Produkte bleibt bei Ihnen und Ihrer Benannten Stelle. Mehr zum Beratungsangebot finden Sie unter KI-Beratung im Gesundheitswesen.

Fazit

KI-Kompetenz ist für Medizinprodukte-Hersteller keine einmalige Pflichtschulung, sondern eine Daueraufgabe, die mit den Produkten wächst. Art. 4 KI-Verordnung verlangt seit 2025, dass Unternehmen aktiv werden; ab August 2028 kommen für KI in Produkten mit Benannter Stelle die Hochrisiko-Anforderungen hinzu, die mit MDR und IVDR verzahnt sind. Wer jetzt rollenbezogene Lernpfade aufbaut, Grundlagen für alle sichert und Qualitätsmanagement, Regulatory Affairs und Entwicklung gezielt vertieft, schafft die Basis für eine geordnete Umsetzung – und kann die Maßnahmen jederzeit belegen.

Hinweis: Dieser Überblick ersetzt keine Rechtsberatung.

Quellen

  1. Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung). Art. 3 Nr. 56, Art. 4, Art. 6, Art. 8 bis 17, Art. 26, Art. 72, Art. 113, Anhang I.
  2. Verordnung (EU) 2026/1744 (Digital Omnibus on AI). Neufassung von Art. 4, Änderung von Art. 113.
  3. MDCG 2025-6 / AIB 2025-1: FAQ on Interplay between the MDR & IVDR and the Artificial Intelligence Act. Europäische Kommission, Medical Device Coordination Group.
  4. Verordnung (EU) 2017/745 über Medizinprodukte (MDR). Europäische Union.
  5. Verordnung (EU) 2017/746 über In-vitro-Diagnostika (IVDR). Europäische Union.
  6. KI-Kompetenz. Bundesnetzagentur.
  7. Hinweispapier KI-Kompetenzen nach Artikel 4 KI-Verordnung. Bundesnetzagentur.
  8. AI+ Pharma. AI CERTs.

Passende Schulungen

Vertiefen Sie das Thema mit Ihrem Team – im offenen Seminar oder als Inhouse-Schulung.

Häufige Fragen

Müssen Medizinprodukte-Hersteller ihre Beschäftigten in KI schulen?

Anbieter und Betreiber von KI-Systemen müssen nach Art. 4 KI-Verordnung Maßnahmen ergreifen, die die Entwicklung der KI-Kompetenz ihres Personals unterstützen. Das gilt seit dem 2. Februar 2025 und betrifft Hersteller, die KI in Produkte einbauen, ebenso wie Unternehmen, die KI-Werkzeuge im Arbeitsalltag nutzen. Ein bestimmtes Kompetenzniveau jeder einzelnen Person schreibt die Verordnung seit der Änderung durch den KI-Omnibus nicht vor.

Hat der KI-Omnibus die Pflicht zur KI-Kompetenz abgeschafft?

Nein. Die Verordnung (EU) 2026/1744 hat Art. 4 neu gefasst. Anbieter und Betreiber müssen weiterhin Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz ihres Personals ergreifen, ein bestimmtes Niveau einzelner Personen wird aber nicht verlangt. Zusätzlich sollen Kommission und Mitgliedstaaten die Unternehmen unterstützen.

Wann ist ein KI-basiertes Medizinprodukt Hochrisiko-KI?

Nach Art. 6 Abs. 1 KI-Verordnung, wenn das KI-System ein Sicherheitsbauteil eines Medizinprodukts oder selbst das Produkt ist und das Produkt eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nach MDR oder IVDR durchlaufen muss. Die Risikoklasse nach MDR oder IVDR ändert sich dadurch nicht. Die Hochrisiko-Anforderungen gelten für diese Produkte nach dem KI-Omnibus ab dem 2. August 2028.

Gibt es ein Pflichtzertifikat für KI-Kompetenz?

Nein. Die KI-Verordnung sieht keine Zertifizierungspflicht für Schulungen vor; Maßnahmen können intern oder extern durchgeführt werden. Die Bundesnetzagentur empfiehlt, Art, Inhalt, Umfang und Teilnehmende der Maßnahmen zu dokumentieren, damit Unternehmen ihre Vorkehrungen jederzeit belegen können.

Welche Abteilungen brauchen welche KI-Kompetenz?

Alle Beschäftigten, die KI nutzen, brauchen Grundlagen zu Chancen, Grenzen und Datenschutz. Qualitätsmanagement und Regulatory Affairs brauchen zusätzlich Wissen zur KI-Verordnung und zur Verzahnung mit MDR und IVDR. Entwicklung braucht vertiefte Kenntnisse in Machine Learning, Datenqualität und Sicherheit von KI-Systemen.

Entwickelt DigitalHealthExperts KI-Medizinprodukte?

Nein. DigitalHealthExperts schult und berät zu KI in Organisation, Verwaltung, Daten und Sicherheit. Die Entwicklung, Zulassung und Konformitätsbewertung von Medizinprodukten bleibt Aufgabe der Hersteller und der Benannten Stellen.

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